Mein Beruf
Ich möchte Sie auf meiner Homepage begrüssen und Sie gleich warnen, es könnte ein langer Besuch werden.
Sind Sie mal ehrlich, haben Sie als Junge davon geträumt einmal mit diesen Ungetümen auf den Schienen zu fahren? Träumten Sie den Traum, der viele Kinder träumen? Den Spruch "ich möchte Lokführer werden" haben Sie bestimmt schon oft gehört. Ja, und jedes mal kamen jene Stimmen, die Ihnen erklärten, dass das doch nicht das Richtige sei und man es lassen sollte. "Lokführer sind doch mit einem Bein im Grab mit dem anderen im Knast".
Lokführer ist vor allem bei Knaben, ein sehr oft genannter Traumberuf und wenn, dann bieten nur die Piloten eine ernsthafte Konkurrenz. Ist er das, oder ist es mehr ein Alptraum, und überhaupt, was ist mit Frauen und Gleichberechtigung? Sie sehen, auch wenn es Ihnen bisher nicht bewusst war, dieser Beruf hat Sie schon immer fasziniert. Doch wissen Sie was ein Lokomotivführer genau macht?
Jetzt glaube ich Einwände zu hören. Es sind doch Züge und die führt jemand, dann ist es doch der Zugführer? Ja, oft werden wir mit den Zugführern verwechselt. Doch um es vorweg zu nehmen, der Zugführer hat mit dem Lokführer nicht viel gemeinsam, ausser, das beide bei der Bahn arbeiten. So verkehren Heute die Güterzüge ohne Zugführer, jedoch nach wie vor mit Lokomotivführern. Eine kleine Eselsbrücke liefere ich Ihnen gleich, der Lokomotivführer befindet sich in der Lokomotive und der Zugführer im Zug.
Ach ja, Sie haben keine Ahnung, was eine Lokomotive ist. Nicht so schlimm? Ich überrasche Sie, diese Lokomotiven, können äusserst elegant sein und zudem noch Sitzplätze anbieten. Hier erfahren Sie, wo die Unterschiede sind. Profis geben gerne damit an, dass sie die Lokomotiven als Triebfahrzeuge bezeichnen, aber genau dieses Wort umschreibt die Lokomotive treffend.
Habe ich Sie begeistern können, sich doch noch ein paar Minuten auf meiner Seite zu verweilen, dann legen Sie doch einfach los. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen. Doch halt, machen wir es doch wie bei der Eisenbahn. "Bitte einsteigen".
Wer möchte nicht einmal Lokführer sein? Diesen Traum hat wohl jeder Knabe ein Mal geträumt. Und mancher erwachsene Mann trauert der Tatsache nach, dass er dieses Ziel nie erreicht hat. Beginnen wir einmal ganz von vorne. Lokführer ist kein Männerberuf, also liebe Frauen aufgepasst! Es gibt auch Frauen auf den Lokomotiven.
Der Berufswunsch ist der wichtigste Punkt in der ganzen Karriere, denn Lokführer ist kein Beruf, den man einfach nur so macht weil es ihn gibt. Es ist viel mehr die Faszination des Eisenbahnverkehrs, die einem über Jahre hinweg an dieser Arbeit festhalten lässt. Wenn man in seiner bisherigen Tätigkeit in einer Fabrik oder in einem Büro immer wieder das Gefühl gehabt hat, dass einem die Bewegung fehlt, ist man schon sehr nahe beim Lokführer.
Vorstellungen, wie geregelte Arbeitszeiten, freie Wochenenden und Nachtruhe, sind von vorneherein fehl am Platz. Vielmehr sind Punkte, wie selbständiges Arbeiten und Vorschriftstreue die entscheidenden Punkte. Ich sage immer wieder, um Lokführer zu werden und vor allem zu bleiben, muss einem das Fahren im Blut liegen. Dies klingt vielleicht etwas hochgestochen, doch ist es der entscheidende Punkt.
Lokomotivführer, ein Beruf nur für starke Männer? Oder können auch Frauen mit Lokomotiven umgehen? Ja ist es überhaupt ein Beruf? Fragen über Fragen zum Beruf des Lokomotivführers. Um Ihnen die Fragen zu beantworten, beginne ich am besten ganz von vorne. Zurück zu Adam und Eva müssen wir dazu nicht, aber immerhin ein paar Jahre sind es schon.
Der Beruf des Lokomotivführers ist logischerweise so alt, wie die Eisenbahn selbst. Beruf ist dabei etwas übertrieben, da der Lokführer durch das Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA) noch nicht anerkannt wird, ist es mehr eine Tätigkeit als ein Beruf. Die ersten Lokomotivführer fuhren bereits einige Jahre vor der Spanischbrötlibahn im Raum Basel. Es waren französische Lokomotivführer, die von Frankreich nach Basel fuhren.
Die ersten Schweizer Lokomotivführer gab es erst ab 1847. Zwar wurde die Lok bei der Eröffnung am 8. August 1847 nicht durch einen Lokführer bedient, aber kurze Zeit später übernahmen sie die Arbeit auf der Lokomotive. Sie hatten sich vielleicht schon gefragt, ob Sie denn schon wieder auf derselben Seite gelandet sind. Sind Sie nicht, aber auch beim Lokführer ist der Beruf fest mit seinem Arbeitplatz verbunden. Was liegt dann näher die Berufsgeschichte mit dem Arbeitsplatz zu beschreiben?
Doch bevor wir loslegen müssen wir uns mal überlegen, wie wir dem Lokführer seinen Arbeitsplatz zuweisen. Dabei kommt auch das Titularsystem zur Anwendung. Bei diesem System werden die Lokomotiven fest einem Team von Lokführern zugeteilt. Der Vorteil bei diesem System ist, dass die Arbeiter sorgfältiger mit dem Material umgehen und die Macken und Gebrechen der Lokomotive besser kennen.
Dem Gegenüber steht das System mit frei zuteilbarem Personal. Die Lokomotiven werden jetzt frei durch das Personal bedient. Es ist kein spezieller Loktyp einem bestimmten Lokführer zugeteilt, sondern alle fahren mit allen Fahrzeugen. Es liegt auf der Hand, hier gibt es Vorteile, denn die Lokomotiven sind viel freizügiger einsetzbar.
Die Lokführer müssen sich bei diesem System jedoch in einem Formular eintragen. Dieses Formular, das gleichzeitig zur Aufbewahrung wichtiger gebrauchter Dokumente dient, wir Leistungscouvert genannt. Dieses Couvert wird regelmässig auf der Lok entfernt und mit den Kilometerangaben der Lokomotive im Archiv hinterlegt. Kommen nun Probleme zu Tage, kann anhand dieses Leistungscouverts ermittelt werden, welcher Lokführer zu welcher Zeit mit der Lokomotive fuhr
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Lokführer werden ihrem Alter entsprechend beschäftigt. Man spricht von einer Rangfolge. Diese Rangfolge startet mit dem Abschluss der Ausbildung. Das heisst, es ist nicht das normale Alter, sondern das berufliche Alter ausschlaggebend. Diese Rangfolge bleibt bestehen, wenn man den Standort wechselt. An der Rangfolge ändert sich im lauf der Jahre nicht viel, man rutscht nur nach, wenn ein älterer Kollege das Unternehmen verlässt, oder den Standort wechselt.
Die Einteilung: Die Rangfolge regelt die Einteilung des Lokführers. Diese Einteilung ist das Leben des Lokführers, denn in der Einteilung werden die Arbeiten zugeteilt. Diese Einteilung besteht aus einem Kalender in dem die Freitage und die einzelnen zu fahrenden Touren aufgelistet sind. Eine Einteilung bleibt während eines halben Jahres bestehen und wird nur bei einem Fahrplanwechsel angepasst.
Eingeteilt werden Lokführer in Gruppen. Diese Gruppe hat ihre fest zugeteilten Arbeiten und die definierten Freitage. Wie sich so eine Gruppe zusammensetzt hängt vom Personalbestand, von der jeweiligen Ausbildung und von der Rangfolge ab. Die Grösse von solchen Gruppen ist nicht festgelegt. Das hängt auch vom Personalbestand ab.
Die eigentliche Arbeit: Sie haben erfahren, wie die Arbeit der Lokführer organisiert wird. Kommen wir nun zur eigentlichen Arbeit. Diese besteht im Wesentlichen aus dem Bedienen der Lokomotive. Die körperliche Arbeit ist nur sehr gering und letztlich ist die Fahrt auch nicht schwer. Lokführer verdienen ihr Gehalt mit dem, was sie nicht häufig machen. Es ist das Wissen, das mitgeführt wird und innert kürzester Zeit angewendet werden muss.
Ein Lokführer, der nach 30 Jahren Einsatz zum ersten Mal eine offen stehende Barriere antrifft muss handeln und kann nicht noch lange in einem Handbuch nachschlagen. Er muss also sein Wissen innert einem Bruchteil einer Sekunde abrufen und muss richtig reagieren, denn Fehler dürfen in solchen Situationen nicht passieren.
Daher dürfen Sie sich nicht wundern, wenn ein Lokführer sehr schnell einen Inhalt einer Vorschrift erkennt, denn es ist seine Aufgabe, diese Texte schnell und fehlerfrei abzurufen. Natürlich sind Lokführer auch nur Menschen und machen ab und zu Fehler. So lange diese Fehler zu keinem Unfall führen sind sie nicht schlimm. Trotzdem kann es sein, dass der Lokführer eine Meldung über einen Vorfall machen will.
Er erstellt dazu eine Führermeldung. In dieser Führermeldung schildert er den Vorfall. Die Meldung soll dabei nicht nur zur Bestrafung genutzt werden, denn Lokführer erstellen auch eine Meldung, wenn Sie eine Situation angetroffen haben und sich darüber informieren möchten. Die meisten Meldungen werden jedoch geschrieben, weil etwas mit dem Zug passiert ist und dieser die Fahrt nicht fortsetzen konnte.
Solche Fälle können getrennte Kupplungen oder defekte Lokomotiven sein. Die Meldung des Lokführers ist dann dazu nötig um andere beteiligte Personen zu informieren und den Sachverhalt abzuklären. Vielleicht können Probleme mit Hilfe dieser Meldungen gelöst werden. Meldungen können von Lokführern mit LEA (Lokführer Electronic Assistant) direkt in dem Gerät geschrieben werden und werden elektronisch übermittelt.
Trifft ein Lokführer eine Situation an, die er nicht für sicher hält, bringt er den Zug zum Stillstand. In der Folge erstellt er dann eine Meldung, in der er zum Beispiel schreibt, dass er den Zug angehalten hat, weil sich ein Fotograf zu nahe am Gleis aufgehalten hat. Dank der Meldung können so eventuell entstandene Schäden dem eigentlichen Verursacher verrechnet werden.
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